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24 -October -2020 - 20:00

Bilanz einer durchwachsenen Saison

Die Bulls waren sich zum letzten Saisonspiel in 2014 einig, reißen in der Tabelle der Gruppe Nord können Sie nichts mehr, aber kämpfen wollten Sie.

So traten 23 Mann in Hamburg den Heat gegenüber. Diesmal allerdings nicht mehr ohne festen Trainer.
Kirstin Bockelmann und Timo Niemann dirigierten das Team von der Seitenlinie aus. "Besserung war sichtbar" so Manager Andreas Fischer zum Ende der Begegnung.

"Aber natürlich kann man nicht innerhalb von 2 Wochen alles das aufholen was in der Saison versäumt wurde. Es fehlt vielen der neuen Spieler die Basics, die im American Football elementar wichtig sind." So Bockelmann.

 

Heat Handshake
Handshake mit den Hamburg Heat (ab 2015 Oberliga)

Es kam es wie es kommen musste. Die Hamburg Heat spielten ihre perfekte Saison. Bereits der erste Spielzug der Hamburger wurde in einen Touchdown verwandelt. Die Bulls Defense hatte alle Mühe gegen zu halten. Dazu kam dass wichtige Spieler, wie der im Training verletzte Karsten Lühring und der familiär verhinderte Eike Haase, fehlten, das machte sich bemerkbar.

Spielzüge wurden gar nicht oder zu spät gelesen und so wurden die Bulls oft durch Runs über den extrem flinken Runningback der Heats überrannt.
"Erwischt man solche Schlüsselspieler nicht auf den ersten 2 Metern kann man nur noch hinterher schauen" so Kirstin Bockelmann.

Dazu kamen summiert 130 Yards an unnötigen Strafen.

Allerdings blieb die Motivation auf Seiten der Bulls im Laufe der Begegnung hoch. Die Wendländer gaben nicht auf und ließen den Heat immer weniger Spielraum. Im 4 Quater dann Punkte für die Wendländer. Ein Bilderbuch-Run der Nummer 4, Felix Josten, über die linke Seite, abgeschirmt und beschützt von der kompletten Offense der Bulls. "So müsste jeder Spielzug laufen" berichtet Quaterback und Teamcaptain Heiko Herz.



Endstand, nach knapp 2 1/2 Stunden Spielzeit: 54-6 aus Sicht der Hamburger.
Das schlechteste Ergebnis dieser Saison? Mag sein. Aber es ging nicht um einen Sieg. Für die Bulls war es vielmehr ein Trainingspiel zur Vorbereitung auf die nächste Saison.

Was viele Außenstehende vergessen, wenn sie auf die Tabelle der Wendländer Footballer schauen, ist dass die Bulls in der Landesliga spielen.
Auch wenn es im Norden die unterste Liga darstellt, beinhaltet diese doch Teams die 10 oder mehr Jahre Erfahrung mitbringen.

Auch sind die Bulls nicht optimal in die Saison gestartet.
Keinen Trainer, kein Management, viele andere hausgemachte Probleme, einige gute Spieler sind aufgrund beruflicher Veränderung nicht mehr verfügbar. Wie z. B. Bjarne Schemionek, Christoph Dobers und Christoph Gröger die in der letzten Saison den ein oder anderen Tocuhdown gemacht haben, oder schwere Brocken wie Jan Gerdau und Torben Stein.

Und so musste man mit neuen Talenten von vorne anfangen. In vielen Bereichen war es somit "Year One" für die Bulls.

"Football ist ein Sport in dem Mann nicht einfach ein Trikot anzieht, auf das Spielfeld läuft und direkt erfolgreich ist. Ein neuer Spieler, der mit der Sportart noch keinen Kontakt hatte, hat eine Vorbereitungszeit von ca. 2 Monaten Intensivtraining bevor wir ihn aufs Feld schicken. Dann fängt die eigentliche Lernphase erst an. Oft ist es dann auch die falsche Position in der er spielt. Man muss viel herumprobieren. Aber das ist das schöne beim Football, es ein Sport für jeden, egal in welcher körperlichen Verfassung er ist" So die Coaches Gerkau und Wilke

"Wir sind froh darüber das diese Saison weitestgehend ohne Verletzungen ablief, wir einen so treuen Fanskreis haben, die sogar bei strömenden Regen die Spiele verfolgten, und das es uns nach den vielen Querelen zu Anfang der Saison noch gibt" So Manager Andreas Fischer.

"Wir wissen woran wir arbeiten müssen, und das geht nur mit ständiger Wiederholung, Teamgeist und Disziplin " So das Trainerteam.

Diese Eigenschaften besitzen die Bulls nachweislich. Und so geht es ab November mit 3 maligen Training in der Woche, in Zusammenarbeit mit den Leichtathleten und Gewichthebern des SC Lüchow, wieder los.

Zwischendurch konnten sich die Bulls mit einer kleinen Abordnung in Berlin bei Germanbowl schon mal Inspiration holen und ein paar neue Kontakte zu anderen Teams knüpfen.

Kompensieren mussten die Bulls auch den Spielermangel, der die Saison anhielt. Die Bulls haben zwar auf Ihrer Liste knapp 33 Spieler und noch viel mehr mit einem Spielerpass. Aber es konnten nicht immer alle zu jedem Spiel antreten. Oft waren es berufliche, familiäre oder anderweitige Verpflichtungen die den Spielern im Wege standen.
So bestritten die Bulls ihre Spiele meist mit 18 – 25 Personen. Was für diesen Sport eine sehr hohe Konditionsanforderung an die einzelnen Spieler bedeutet.
Viele Spieler mussten auf mehreren Positionen spielen. Standen teilweise 2 – 3 Stunden durchgängig auf dem Platz. Das nennt sich im Football Iron (engl. für Eisen oder Stahl).

"Daran merkt man den Teamgeist und den Willen der das Team antreibt. Die Bulls sind nicht angetreten um ein wenig mit dem Ball zu spielen, sondern um was zu erreichen. Auch wenn man dies nicht immer auf den ersten Blick sieht" so Andreas Fischer.

Auch zur neuen Saison werden erneut Spieler die Bulls verlassen, Defense End Manuel Gimmini wechselt zum 2014 gegründeten Team Lüneburg Razorbacks.
Defense Tackle Kasten Lühring und Safety Jonas Folz beginnen ein Studium in Braunschweig und werden voraussichtlich zum Deutschen Meister und Europameister "NewYorker Lions" wechseln. Der Einsatz von Tino Pessel in der nächsten Saison ist ebenfalls fraglich.

"So ist aber der normale Werdegang in einer Footballmannschaft" so Kirstin Bockelmann.

Ersatz wurde schon gefunden. Ab November gehören 6 neue Spieler aus der Region zum Kader der Bulls und werden auf die Saison 2015 vorbereitet. Das Ziel ist es die Bulls wieder auf 40 – 45 Spieler aufzustocken.
Das soll unter anderem mit der intensiven Zusammenarbeit mit den Schulen im Umkreis erreicht werden. Aktuell bieten die Bulls einmal wöchentlich an der Grundschule Dannenberg, an der Niklas Born Schule in Dannenberg und an der Gesamtschule in Dömitz ein Nachmittagsprogramm an. 80 Kinder und Jugendliche sind bereits seit Beginn des neuen Schuljahres im regelmäßigen Training an den Schulen. Dieses Projekt wird weiter ausgebaut.

Neben dem Spielerausbau und dem Training haben die Bulls viel für die neue Saison geplant.
Das Projekt Jugendteam steht wieder in den Startlöchern. Die Betreuung übernimmt ab sofort Björn Schulze aus Uelzen der 11 Jahre Footballerfahrung mitbringt. Dieses soll bis 2016 spielfähig sein.

Die Wendland Bulls Handy App befindet sich bereits in der Beta-Testversion und wird in den nächsten Wochen kostenlos verfügbar sein.
Die Bulls sind regional beim Kartoffelsonntag in Dannenberg und auch beim Silvesterlauf in Lüchow vertreten.
Die Heimspiele werden anders organisiert und ausgebaut um ein lokales Event zu schaffen.
3 Schiedsrichter und 2 Trainer werden aus den Reihen der Bulls ausgebildet.
Und ein neues Projekt steht in den Startlöchern welches den deutschen Footballsport fördern soll, sowie Fans, Spieler und Intressierte im gesamten deutschsprachigen Raum gleichermaßen ansprechen wird.

Der Rest bleibt zunächst "Top Secret"

 

 

 

 

 


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